Macht, Wissen und das Durchbrechen bestehender Strukturen. Der französische Philosoph Michel Foucault (1926–1984) schrieb darüber, wie unsere Identität mit den (Macht-)Strukturen verknüpft ist, in denen wir uns befinden, etwa an einer Universität, in der Familie oder in einer heteronormativen Gesellschaft. Wie wird unsere Identität durch die Systeme geprägt, in denen wir uns bewegen? Und vor allem: Können wir bestehende Hierarchien durchbrechen?
Im Vortrag Foucault heute! wird Prof. Dr. Marli Huijer Michel Foucaults Machttheorien, sein Konzept der Parrhesia (Wahrheitsliebe) und unsere jahrhundertelange Fixierung auf Identitäten erörtern. Er sieht Macht und Hierarchie nicht als etwas von oben Auferlegtes, sondern als etwas uns allen Angeborenes, etwas, das wir uns selbst zuschreiben und das sich daher auch in unseren alltäglichen Interaktionen, wie beispielsweise der Sprache, widerspiegelt. Wie kann uns sein Werk helfen, uns selbst und die Welt um uns herum heute kritischer zu betrachten? Können wir über die Gegenwart hinausblicken und wahre Freiheit erlangen?
Moderiert von Lenya Slierenrecht. Diese Vorlesung wird von Studium Generale organisiert.
Wann: Mittwoch, 28. Januar 2026, 16:00-17:30 Uhr (Einlass ab 15:40 Uhr)
Ort: Erasmus-Pavillon (NL)
Tickets und weitere Informationen: Erasmus-Universität Rotterdam (kostenlos, Reservierung dringend empfohlen)
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